«Mist geht über List»
Salomon Landolt, der Landwirtschaftsreformer

Salomon Landolt lebte von Januar 1813 bis September 1814 als Verwalter des ziegler'schen Landgutes in Neftenbach. Er befasste sich auch mit der Landwirtschaft: «Bald war ich Herr, bald Bauer. Ich kenne den Landbau und mache Versuche, die mir bisweilen gelingen.»
 

Die Kulturkommission zeigt in ihrer Ausstellung den bahnbrechenden Wechsel von der Dreifelderwirtschaft zur modernen Fruchtfolgewirtschaft auf, der von Salomon Landolt bis ins hohe Alter entschieden gefördert wurde.

In einem Vortrag erklärt Rolf Gerber, ehem. Chef des kantonalen Amtes für Landschaft und Natur, die weitere Entwicklung der Landwirtschaft bis zur Gegenwart.

Programm

19.30 Uhr

im Lehenhaus, Zürichstrasse 47, Neftenbach

«Eine Zeitreise in die landwirtschaftliche Gegenwart»
Vortrag von Rolf Gerber, dipl. Ing. ETH, ehem. Chef Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich

anschliessend kleine Festwirtschaft im Lehenhaus mit Auftritt von Salomon Landolt, gespielt von Peter Goetsch

18–22 Uhr

im Keller des Herrenhauses

(Zürichstrasse 49, P an der Schulstrasse)

«Mist geht über List»
Sonderausstellung

Weitere Öffnungszeiten der Ausstellung

Samstag, 9. Juni, 10–12 Uhr
Mittwoch, 13. | 20. |  27. Juni und 4. Juli, jeweils 17–19 Uhr


Führungen nach Vereinbarung jederzeit möglich. T 052 315 13 89

Projektgruppe


Kulturkommission Neftenbach: Dr. iur. Riccardo Steiner, Projektleiter  |  Dr. phil. Samuel Wyder, wissenschaftlicher Berater

Der Agronom


Wie Kleinjogg, sein älterer Zeitgenosse Jakob Gujer (†1785) auf dem Katzenrütihof bei Rümlang, der Wegbereiter der modernen Landwirtschaft, ist auch Salomon Landolt ein Agrarreformer.

Der Landvogt verwaltet in Greifensee und Eglisau umfangreiche Schlossgüter mit Ackerland, Wiesen und Wald. Für die käufliche Übernahme des Betriebs vom Vorgänger mit Angestellten, Vieh und Vorräten nimmt er bei seiner Zunft zur Schneidern ein Darlehen auf, 4000 Pfund im Jahr 1780 und 12000 Pfund im Jahr 1794.

Infolgedessen fördert Landolt den Ackerbau und die Viehzucht, zumal den Klee- und Kartoffelbau für Futterpflanzen zur Stallfütterung und Ochsenmast, um den Ertrag zu steigern. David Hess schilderte 1820 seine Methode in anschaulicher Weise: «Er liess seine Felder nie brach liegen; verwandelte einen Teil derselben in Wiesen; pflanzte die vorzüglichsten Kleearten mit besonderer Sorgfalt; vermehrte dadurch seinen Viehstand um das Doppelte; liess kein einziges Stück auf die Weide führen, sondern alle im Stall füttern, und gewann einen so hohen Überfluss an Dünger, dass er, vermittelst desselben, den Ertrag seiner eingeschränkten Felder weit höher, als zuvor bei grösserem Umfang, trieb.»

Nach solchen Grundsätzen bewirtschaftet Landolt 1786–1809 auch sein eigenes Landgut in der Engimatt, an der Sihl südwestlich von Zürich, mit Gemüsegarten, Äckern, Wiesen und Reben, und 1813–1814 das Zieglersche Landgut in Neftenbach.

David Hess wusste 1820 zu berichten, es stünden im thurgauischen Schlossgut Wellenberg, wo Landolt 1754–1763 aufgewachsen ist, noch «einige alte Kirschbäume, die er gepflanzt und eine seltene Art weisser Kirschen darauf geimpft hatte.»

Freitag, 8. Juni 2018

Ausstellung

Der Agronom

Neftenbach

Abonnieren Sie unseren informativen Newsletter:
Kontakt

Annelies Luther
Präsidentin Verein Projekt Salomon Landolt in seiner Zeit


info@salomon-landolt.ch

Sponsoren

Museen der Region Zürich

Gemeinden Greifensee, Maur, Küsnacht, Neftenbach, Eglisau

Weitere Unterstützerinnen und Unterstützer

Greifensee: Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Greifensee, Kunstgesellschaft Greifensee, Stiftung Schloss Greifensee

Maur: Bost Productions GmbH, Frauenverein Maur