Salomon Landolt und seine Malerfreunde

An der Vernissage der Ausstellung verkörpert Peter Goetsch den Maler Landolt an der Staffelei. Die Schauspielerin Gerda Zangger liest Episoden aus der Lebensbeschreibung von David Hess, die den besonderen Charakter des Landvogts und Richters Landolt beleuchten. Dazu erklingt zeitgenössische Musik auf den von Landolt bevorzugten Instrumenten.

Das Salomon-Kabinett der Kunstkammer in der Burg zeigt im Original bedeutende Landschaftsbilder von Salomon Gessner und Salomon Landolt in ständiger Ausstellung.

Eine neue Präsentation ergänzt die  eindrucksvolle Zusammenstellung mit Werken von jüngeren Zürcher Künstlern, die von Salomon Landolt gefördert worden sind. Zu diesen Malerfreunden, alle Mitglieder der von Landolt 1787 mitbegründeten Zürcher Künstlergesellschaft, gehörten Johann Heinrich Lips, Ludwig Hess, Johann Martin Usteri, Conrad Gessner und David Hess, später Verfasser von Landolts Lebensbeschreibung.

Ausstellung "Salomon Landolt - der Künstler"

Ausstellung im Salomon-Kabinett der Burg Maur

jeden 1. und 3. Samstag im Monat geöffnet.

Bis Ende Dezember 2019.

Programm
Theatersaal Mühle Maur
Burgstrasse 13, 8124 Maur

11.30–12.30 Uhr

Gemeinderat Stephan Oehen spricht einleitende Worte. Einführung in die Ausstellung durch Bruno Weber. Vernissage mit dem Maler Salomon Landolt alias Peter Goetsch an der Staffelei. Schauspielerin Gerda Zangger liest authentische Texte aus dem Werk von David Hess. Wir hören aussergewöhnliche Instrumente: Thomas Fehr auf der Holzquerflöte um 1770, Daniel Som mit der Maultrommel, einem Perkussionsinstrument.

14.30 -15.10 Uhr

Kinderprogramm für 6-9 Jahre 

«Als Salomon Landolt ein Kind war». Geschichten hören, Spiele aus früheren Zeiten ausprobieren, in alte Kleider schlüpfen, zeichnen. Kathrin Anderhub, Bonnie Bosshard und Regine Krauer.

15.30 - 16.10 Uhr

Kinderprogramm für 10-14 Jahre 

«Die Zeit des Landvogts Salomon Landolt –
unsere Zeit». Wie war es früher – wie ist es heute – was ist besser, was schwieriger – was hätte ich gemacht, wenn ich früher gelebt hätte – habe ich
Ideen für die Zukunt? Geschichten zum Zuhören und Mitreden. Kathrin Anderhub, Bonnie Bosshard und Regine Krauer.

Blog-Text zum Kinderprogramm:

Burg Maur
Burgstrasse 8, 8124 Maur

12.30 - 17.00 Uhr

Eröffnung der Wechselausstellung im Salomon-Kabinett. Daniel Som erklärt die Maultrommel während des Apéros im Burgkeller.

 

Festwirtschaft im Burgkeller mit Leckereien nach alten Rezepten wie Kartoffelsuppe im Salomon-Landolt-Becher, Kartoffelchüechli, Birewegge usw., Glühwein, Wein. Frauenverein Maur und Hermann Rosen mit seinem Team.

Verkauf von Publikationen und Geschenkkarten

im 1. Stock.

14.30 -15.30 Uhr

Gerda Zangger liest aus David Hess über Landolt als Maler. Musikeinlagen: Thomas Fehr spielt auf der Holzquerflöte, Daniel Som mit der Maultrommel. Salomon Landolt erinnert sich und erzählt Anekdoten aus Maur. Herrliberger-Sammlung 2. Stock.

17.00 Uhr

Ende der Veranstaltung.

Projektgruppe


Susanna Walder, Kuratorin Museen Maur

Dr. Bruno Weber, ehem. Leiter der Graph. Sammlung der ZB Zürich, Museen Maur
Dr. Samuel Wyder, Museen Maur

Der Künstler


«Der biedere, als Regent und Soldat originelle, in hinterlassenen Kunstarbeiten und überlieferten Einfällen und Charakterzügen fortlebende Salomon Landolt von Zürich», wie die Schweizerische Monatschronik vom Dezember 1818 den Verstorbenen in Erinnerung ruft, hat zeitlebens gezeichnet und gemalt.

Das Frühwerk ist verloren. Man kennt vom Fünfzig- bis Siebenundsiebzigjährigen ein halbes hundert Gemälde, datiert von 1789 bis 1817, als grossformatige Landschaftskompositionen meist in Gouachetechnik auf Papier, ungefirnisst in dichter Farbigkeit leuchtend, militärisch mit Scharmützeln, Feldwachen und Jagdszenen staffiert.

Die vorwiegend in Zürcher Privatbesitz erhaltenen Werke bezeugen, was der Oberst beim Reiten durch die heimischen Gegenden im Frühnebel oder Abendrot mit seinem hochsensiblen Farbensinn erlebt hat, am Rhein, an der Thur, an der Töss, an der Sihl: «Seine Studierstube war die weite Natur, in Feld und Wald, auf flüchtigem Gaul», wie David Hess 1820 befand.

Am 26. November 1818 ist Salomon Landolt im Schloss Andelfingen gestorben, unverheiratet, ohne Nachkommen; das Grab ist nicht mehr vorhanden. So ist seine phantasiereiche und schlagfertige Kunst in Gemälden das bleibende Vermächtnis.

Maur

Sonntag, 18. November 2018

Ausstellung in der Burg bis Ende 2019

Der Künstler

 
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Kontakt

Annelies Luther
Präsidentin Verein Projekt Salomon Landolt in seiner Zeit


info@salomon-landolt.ch

Sponsoren

Museen der Region Zürich

Gemeinden Greifensee, Maur, Küsnacht, Neftenbach, Eglisau

Weitere Unterstützerinnen und Unterstützer

Greifensee: Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Greifensee, Kunstgesellschaft Greifensee, Stiftung Schloss Greifensee

Maur: Bost Productions GmbH, Frauenverein Maur