Salomon Landolt als Landvogt – Gottfried Keller und seine Novelle

Landolt vertrat von 1781–87 die Stadt Zürich als wohl beliebtester Landvogt von Greifensee. Gottfried Keller gab ihm in seiner Novelle «Der Landvogt von Greifensee» ein unvergessliches Gesicht.

In der Wohnstube des Schlosses mit Bildern von Salomon Landolt, macht uns der ehrwürdige Landvogt persönlich seine Aufwartung. Das Soloprogramm von Peter Goetsch zeigt Szenen aus Landolts originellem Leben.

Musik aus Salomon Landolts Zeit – zu erleben sind ein Hornquartett (das Waldhorn war Landolts Lieblingsinstrument) sowie der Schlosschor Greifensee mit Musik aus Salomon Landolts Zeit.

Manfred Papst, Präsident der Gottfried Keller-Gesellschaft, stellt die witzigen Briefeschreiber Salomon Landolt und Gottfried Keller vor.

In einer Vitrine werden Dokumente aus Landolts Zeit gezeigt.

Auf dem Dachboden hören jüngere Besucher spannende Geschichten aus dem Leben des Landvogts.

Im Kellerraum werden Ausschnitte aus dem alten Kinofilm über Salomon Landolt vorgeführt.

Programm

10.30 Uhr

Von der Dachgaube ertönt zum Auftakt die Begrüssungsfanfare, gespielt vom Horn-Quartett der ZHdK

ab 10.30 Uhr

Salomon Landolt (Peter Goetsch) empfängt die Gäste zusammen mit seinem Team zum Apéro und den verschiedenen Programmen

Aufführungen   11.05  |  12.35  |  14.05  |  15.35 Uhr

grosser Saal, 3. Stock

Der Landvogt empfängt auf dem Schloss.
Peter Goetsch berichtet über das Wirken Salomon Landolts während seiner Amtszeit in Greifensee

Aufführungen   11.05  |  12.35  |  14.05  |  15.35 Uhr

Landvogtstube, 1. Stock

Referate von Manfred Papst in der Landvogtstube

«Salomon Landolt und Gottfried Keller – die witzigen Briefschreiber»

11.45–12.15 Uhr

Eingang/Treppe

Konzert – Musik aus Landolts Zeit

gespielt vom Horn-Quartett der ZHdK

ab 10.30 Uhr

im grossen Kellerraum links

Laufende Aufführungen des alten Salomon Landolt Films

13.15–14 Uhr

Der Schlosschor singt vor dem Schloss Lieder aus der Zeit

Zeit auf Anfrage

Nebenraum der Kapelle, 2. Stock

«Zockerecke» für Jugendliche mit dem Salomon Landolt Kartenspiel

11.00  |  12.30  |  14.00  |  15.30 Uhr

(abgestimmt mit Erwachsenenprogramm)

Kinderprogramm auf dem Dachboden

2 verschiedene Programme (ca. 40 Min.)
    
«Als Salomon Landolt ein Kind war»

Erzählungen und Spiele (6–9 J.)
    
«Salomon Landolts Zeit – unsere Zeit»

Geschichte zum Zuhören und Mitreden (10–14 J.)
Bonnie Bosshard, Regine Krauer und Kathrin Anderhub

ab 11 Uhr

am Schloss-Eingang

Ausschank von Kartoffelsuppe im Salomon Landolt Becher, Käse aus dem Zürcher Oberland, Sauerteigbrot und Getränke im Sodbrunnenraum

Ende der Veranstaltung

16.30 Uhr

Projektgruppe


Peter Goetsch, Lehrer; Kammersprecher  |  Annelies Luther, Präsidentin Arbeitsgruppe für Ortsgeschichte Greifensee  |  Elisabeth Melcher, Präsidentin Kunstgesellschaft Greifensee  |  Manfred Papst, Präsident Gottfried Keller-Gesellschaft; Kulturredaktor NZZ am Sonntag  |  Hermann Rosen, Präsident Stiftung Schloss Greifensee

Der Politiker


Salomon Landolts Laufbahn auf der Stufenleiter der Politik beginnt mit der Wahl in das Stadtgericht, 1767 als Neurichter und 1769 als Mittelrichter. Der Jäger-Hauptmann wird 1777 als Zwölfer seiner Zunft zur Schneidern auf Lebenszeit Mitglied des Grossen Rats der Stadt und Republik Zürich: Im Ancien Régime Rat der Zweihundert, mit 212 Abgeordneten «des Regiments» die souveräne oberste Staatsgewalt; er tagt mit Einschluss des Kleinen Rats, des exekutiven Staatsorgans von 50 «Ratsherren», gewöhnlich einmal in der Woche.

Der Grosse Rat wählt den Oberst-Lieutenant der Scharfschützen 1780 für die Amtszeit mit Residenzpflicht von sechs Jahren einhellig zum Landvogt von Greifensee. Nach seinem Rücktritt erwirbt er ein Landgut in der Gemeinde Enge, das er bis zum Verkauf an die Stadt Zürich 1809 bewirtschaftet.

Landolt ist 1787 Mitgründer der Donnstags-Gesellschaft von Kunstkennern und Künstlern (seit 1803 Künstlergesellschaft). 1794 wird er wiederum einhellig zum Landvogt von Eglisau gewählt. Nach Aufhebung der alten Staatsverfassung im März 1798 wählen die Gemeinden der ehemaligen Landvogtei den «Bürger als Landvogt» zu ihrem «Municipal-Präsidenten»; im November verlässt er Eglisau und lebt 1799–1800 bei Tübingen im Exil.

Seit 1803 ist Landolt wieder Mitglied des Grossen Rats und präsidiert bis 1810 das Zunftgericht Wiedikon. Die Amtsjahre des Landvogts in Greifensee und Eglisau haben seinen legendären Ruhm als unbestechlicher Richter begründet.

David Hess überlieferte 1820 eine Kollektion von Anekdoten, welche die Objektivität, Menschlichkeit und Weisheit seiner Gerichtsurteile bezeugen: «Salomon Landolts Urteilssprüche trugen oft einen so besondern Charakter, dass man dieselben in doppelter Beziehung mit Recht salomonisch nannte. Strenger strafte kein Landvogt, aber gerechter war auch keiner als er.»

Greifensee

Sonntag, 6. Mai 2018

Eröffnung

Der Politiker

Abonnieren Sie unseren informativen Newsletter:
Kontakt

Annelies Luther
Präsidentin Verein Projekt Salomon Landolt in seiner Zeit


info@salomon-landolt.ch

Sponsoren

Museen der Region Zürich

Gemeinden Greifensee, Maur, Küsnacht, Neftenbach, Eglisau

Weitere Unterstützerinnen und Unterstützer

Greifensee: Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Greifensee, Kunstgesellschaft Greifensee, Stiftung Schloss Greifensee

Maur: Bost Productions GmbH, Frauenverein Maur