Mist geht über List

1/6/2018

Artikel aus der Maurmer Post vom 1. Juni 2018

 

Im Zyklus zum 200. Todesjahr von Salomon Landolt wird der Agronom Landolt beleuchtet. Für die Ausstellung der Kulturkommission Neftenbach ist viel Maurmer Wissen eingeflossen.

 

Salomon Landolt setzte sich zeit seines Lebens in unterschiedlichen Gemeinden unseres Kantons selbstlos und phantasievoll für das Wohl der Menschen ein. Seine Hingabe hinterliess vielfältige Spuren. Dazu gibt es einige originelle Anekdoten, die im Werk von David Hess „Salomon Landolt, ein Charakterbild“, einem Zeitgenossen und Freund Landolts, nachzulesen sind.

 

Vertreter der fünf Zürcher Gemeinden Greifensee, Neftenbach, Küsnacht, Eglisau und Maur gründeten im vergangenen Jahr den „Verein Projekt Salomon Landolt in seiner Zeit“, um die Verdienste einer herausragenden Persönlichkeit, die eine der spannungsreichsten Zeiten der politischen Umwälzung in der Schweizer Geschichte erlebt und mitgeformt hat zu würdigen. Was am 6. Mai im Schloss Greifensee mit dem Politiker Landolt seinen Anfang nahm, wird nun in Neftenbach mit einer kleinen Ausstellung und Vernissage am 8. Juni fortgesetzt. Salomon Landolt lebte von Januar 1813 bis September als Verwalter des ziegler’schen Landgutes in Neftenbach. Er befasste sich auch mit der Landwirtschaft: „Bald war ich Herr, bald Bauer. Ich kenne den Landbau und mache Versuche, die mir bisweilen gelingen.“ Um diesen Pioniergeist Landolts zu würdigen, referiert Rolf Gerber, dipl. Ing. ETH, ehemaliger Chef im Amt für Landschaft und Natur des Kantons Zürich, über das Thema „Eine Zeitreise in die landwirtschaftliche Gegenwart.“ Natürlich wird Salomon Landolt, gespielt von Peter Goetsch, anwesend sein und seine Erfahrungen als Landwirt und Bauer zum Besten geben.

 

Ein besonderer Programmpunkt für Neftenbach ist der Beitrag des Kartenhistorikers Dr. Samuel Wyder (Forch), ehemals Gymnasiallehrer für Geografie und Geologie in Zürich und Gründungsmitglied des Vereins Museen Maur. Von ihm stammt das Konzept für die Sonderausstellung unter dem Titel von Salomon Landolts Devise „Mist geht über List“ im Herrenhaus. Seine für das Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 2019 geschriebene Arbeit über Krise und Wandel der Zürcher Landwirtschaft in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts beleuchtet die Bedingungen, unter denen der Agronom Salomon Landolt seine Ideen zur Reform der Landwirtschaft durch den Anbau von Futterpflanzen und Kartoffeln realisieren konnte. Diese Abhandlung, ein reich illustriertes Heft von 49 Seiten, wird als Vorabdruck zum Preis von 10 Franken angeboten.

 

Wie geht es weiter? Um ein abgerundetes Bild über die Persönlichkeit Landolts zu bekommen, kann man sich am Sonntag, 8. Juli in Küsnacht über den Organisator und Katastrophenhelfer nach der grossen Überschwemmung von 1778 an einem begleiteten Rundgang durch das Dorf informieren. Am 29. September wird Salomon Landolt in Eglisau, wo er als Landvogt tätig war, als militärischer Anführer vorgestellt. Die Museen Maur würdigen Landolt am 18. November mit einer grossen Vernissage und erweitertem Programm: Im Salomon-Kabinett in der Burg Maur wird der Künstler Landolt und seine Malerfreunde vorgestellt.

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Empfohlene Einträge

Auf der Gasse war er der beste Reifler und Stelzer

4/11/2018

1/4
Please reload

Aktuelle Einträge
Please reload

Archiv
Please reload

Abonnieren Sie unseren informativen Newsletter:
Kontakt

Annelies Luther
Präsidentin Verein Projekt Salomon Landolt in seiner Zeit


info@salomon-landolt.ch

Sponsoren

Museen der Region Zürich

Gemeinden Greifensee, Maur, Küsnacht, Neftenbach, Eglisau

Weitere Unterstützerinnen und Unterstützer

Greifensee: Arbeitsgruppe Ortsgeschichte Greifensee, Kunstgesellschaft Greifensee, Stiftung Schloss Greifensee

Maur: Bost Productions GmbH, Frauenverein Maur